- Wenn ich jemanden höre, der sich übergibt, muss ich die Ohren zuhalten, laut singen und weglaufen oder mich irgendwo einschließen. Wenn ich auf öffentliche Toiletten gehe, gucke ich, wieviele Türen schon besetzt sind. Bei Geräuschen jeglicher Art zucke ich zusammen und bin angespannt. Auch muss ich mir genau die Gesichter der Leute anschauen, die aus den Klo's kommen, um mich so zu abzusichern, ob es ihnen auch ja gut geht!
- Wenn jemand meine Nase anfässt, muss ich JEDES mal "nachfassen", um sie zu "richten", weil ich mich davor fürchte, dass ein Popel losgelöst wurde und aus der Nase hängt.
- Meine Augen muss ich stets in alle Richtungen rollen, um das Gefühl zu haben, dass ich den ganzen "Augenraum" ausgenutzt habe.
- Wenn ich Pizza esse und dabei schon ein Stück in der Hand halte, muss ich gut aussehende Stückchen der Pizza auf dem Teller schon vorher wegpicken und essen.
Zufällige Spleens
Geldscheine müssen nach Wert sortiert sein, die Fünfer gehören ganz nach vorne. :)
Wenn mir Menschen sympathisch sind, stell ich mir oft vor, dass ich sie anspucke und habe manchmal panische Angst davor, dass mir das passiert.
Mir ist das dann bewusst, und ich kontrolliere mich extrem, soweit, dass ich mich gar nicht auf die Situation selbst konzenzentrieren kann.
Gleichzeitig ist mir klar, dass dieser Spleen für mich ein Indikator ist, wie sympathisch mir jemand ist.
Auch wenn ich alleine zu hause bin, mache ich nicht die sachen, die mir vor anderen leuten peinlich wären. Es könnte sich ja jemand versteckt haben und nur darauf warten,dass ich was peinliches mache.
Beim Brot schneiden schneide ich immer den Anschnitt weg (oder die vordeste Scheibe) und schmeisse sie weg ... als Kind habe ich immer das harte Stück erhalten und mein Vater nahm sich das Gute (weiche). Seit ich selber einen Haushalt führe , gibts für mich kein hartes Brot mehr !
Wenn ich weiß, dass ich mit Karte bezahlen werde oder an den Bankautomaten gehe, wiederhole ich meine Geheimzahl vorher mehrfach im Kopf, aus Angst, sie im richtigen Moment vergessen zu haben.
An Haltestellen mit Anzeigen, die Minuten bis zur Abfahrt angeben, zähle ich für jede Minute einen Countdown 59-58-57-56.... Ich bin inzwischen richtig gut darin in konstantem Tempo zu zählen, kann mich sogar nebenbei unterhalten. Ich werde aber fast wütend wenn die Minutenanzeige dann mal nicht im Minutentakt wechselt sondern endlos auf einer Zahl stehenbleibt oder eine überspringt.
Ich muss alle Zahlen, mit denen ich irgendetwas Plane durch drei teilen können, außer es sind Primzahlen.
Diverse Lautstärkeregler, Umdrehungen beim Stimmen der Felle am Schlagzeug, beim Anklopfen
des Balls bei Tischkickerspielen oder beim abergläubischen "auf Holz klopfen", selbst bei Matheaufgaben nehme ich so viele nachkommastellen wie ich brauche um die Quersumme durch 3 Teilen zu könen.
Das krasseste ist, dass ich an meinem vierten Geburtstag, abends als ich ins Bett musste in Tränen ausgebrochen bin, weil ich 3 Jahre als bleiben wollte und darauf beharrt habe, dass alle nach Hause gehen. Ich war wohl sogar bereit meine Geschenke zurück zu geben.
Ich finde es ekelig, wenn Cornflakes knusprig sind. Ich esse sie erst, nachdem sie bei zimmertemperierter Milch exakt 9min gezogen sind
Wenn ich im Treppenhaus nach oben gehe, muss ich immer mit dem Finger an der Wand entlangstreichen, am besten genau in er Mitte der Bordüre. Wenn ich das nicht tue, fühlt es sich nicht richtig an die Wohnungstür aufzuschließen.
Ich rede mit Sachen und fühle mit ihnen mit, weil ich denke das sie eine Seele haben.
Wenn ich abends/nachts ein einzelnes Auto auf einem Parkplatz stehen sehe, stelle ich mir vor, da kommt gleich ein zweiter Wagen und es wird ein Drogengeschäft abgewickelt oder jemand wartet auf seinen Erpresser um Geld zu übergeben.
Wenn ich nicht durch Podcasts, Serien oder Filme einschlafe schlage ich mein Kopf im Bett hin und her, das ist mir sowas von peinlich, dass ich mit keiner Person in einem Zimmer schlafe.
Ich mache Schubladen in der Küche auf, wo Küchenwerkzeuge, Besteck, Gewürze & Kräuter und Süßigkeiten sind. Den Kühlschrank mache ich auch schon auf und dann wieder zu. Dann fragt mich meine Mutter ob ich Hunger habe. Ich zögere zu sagen, dass ich etwas kleines essen würde oder lass sie raten und gebe Hinweise. Gott bin 26 Jahre alt... mann!
Die besten Gedanken zur Lösung eines Problems kommen mir entweder unter der Dusche oder auf dem WC. Wobei dann der "Akt" auch schon mal etwas länger dauern kann...ich aber dann meist auch zu einem Ergebnis komme.
Lesen auf dem WC ist sowieso Standard, und lange und heiß zu duschen mindestens genau so genial :-)
Wenn Leute in meiner Nähe laut kauen, also ich meine kein schmatzen, sondern lautes Kauen,dann vergeht mir das Essen und ich werde richtig bockig
Wenn ich im Frühjahr meine Winterjacke wegräume lasse ich gerne Kleingeld, Zettel oder sonstigen Kram drinnen nur um mich im Winter wenn ich sie wieder rausräume darüber zu freuen etwas in den Taschen gefunden zu haben. Gilt natürlich auch umgekehrt für die Frühjahrs/Herbstjacken.
Wenn ich bei fremden Leuten zu Besuch bin, mache ich mir immer Gedanken, wie ich die Wohnung wohl mit meinen eigenen Möbeln eingerichtet hätte, wo ich welche Deko hingehängt hätte, usw. Das ist unabhängig davon, ob mir die fremde Wohnung und Einrichtung gefallen oder nicht.
Ich ziehe morgens immer den linken Strumpf zuerst an. Sollte ich versenehntlich mal den rechten zuerst anziehen, ziehe ich ihn wieder aus, um mit dem linken zu beginnen.
